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Girl-Power an den Schach-Mädchenmeisterschaften in Zollikon

Publiziert von Markus Regez um Freitag, 25. September 2016 um 21:38 Uhr

img_5096Sechs Mädchen der Schachschule Markus Regez nahmen an diesem Wochenende (24. und 25.09.2016) an den Mädchen-Schweizermeisterschaften teil. Isabelle Wotruba holte sich in der Kategorie U8 mit grossartigen 5 Punkten aus 7 Spielen den ersten Platz! Freude herrscht! Direkt dahinter platzierte sich Nina Brüssow mit 4 Punkten. Auch alle anderen Mädchen der Schachschule spielten mit viel Enthusiasmus und Spielfreude.

Den Fokus ganz aufs Gewinnen ausgerichtet
Isabelle Wotruba war nach dem ersten Tag etwas traurig, da sie nur eine Partie von drei gewinnen konnte. Sie nahm sich dann aber für den Sonntag ganz viel vor und gewann alle vier Partien, was sie in der Rangliste weit nach vorne brachte. Isabelle ist schon vor einiger Zeit im Schachunterricht dadurch aufgefallen, dass sie einen sehr ausgeprägten Siegeswillen besitzt. Mit dem Sieg in der Kategorie U8 und dem gleichzeitigen Podestplatz in der Kategorie U10 setze sie ein dickes Ausrufezeichen.
Nina Brüssow spielte ebenfalls konzentriert auf Sieg. Manchmal allerdings fehlte noch etwas die Geduld, um die Bedenkzeit noch besser auszunutzen. Ihr zweiter Platz bei U8 ist ein grosser Erfolg. Weiter so!

img_5099Unmöglicher Zug verliert!
Shilpa Hall hat schon etwas Turniererfahrung. So spielte sie dieses Jahr als eine der Jüngsten am Vinetum-Turnier in Biel mit sowie beim Schnellschachturnier in Zollikofen. Doch die nun von Turnierleiter Tim Rosebrock hart angewandte Regel „unmöglicher Zug verliert“ führte bei Shilpa zu einigen ärgerlichen Partieverlusten. Sie liess zweimal in Positionen mit klarem Materialvorteil ihren König im Schach stehen und einmal wollte sie die Rochade ausführen, obwohl ihr König im Schach stand. So schade! Dadurch brachte sie sich leider um schon fast sicher geglaubte Punkte und damit um die Früchte ihres sonst schon sehr guten Spiels. Shilpa wird in den nächsten Turnieren sicherlich viel fokussierter darauf achten, ob ihr König im Schach steht oder nicht.
Auch Johanna Brüssow, die ältere Schwester von Nina fiel der harten Regel zum Opfer und musste die eine oder andere Partie verloren geben wegen einem unmöglichen Zug. Sie hatte einen sehr guten Start mit 2 aus 3, doch am Sonntag kam nur noch ein Punkt hinzu. Trotzdem war auch sie sehr angetan vom ganzen Event und hatte viel Spass.

Zum ersten Mal an einem Turnier dabei
Julia Lutz spielte ein gutes erstes Turnier und hatte sichtlich Spass bei der Sache. Sie konnte viel wertvolle Erfahrung sammeln. Wir bleiben dran und trainieren weiter für die kommenden Turniere. Julia und auch alle anderen wollen unbedingt bald wieder bei einem Turnier mitmachen.

Von einer Grippe gestoppt – dann aber doch noch gespielt!
Aanya Gerg konnte leider am Samstag wegen einer Grippe nicht antreten, holte aber am Sonntag drei von vier möglichen Punkten. Sie spielte auffallend langsam im Vergleich zu den anderen Mädchen in ihrem Alter dafür sehr konzentriert und mit Tiefblick. Wer weiss, wie es gekommen wäre, hätte sie von Anfang an gespielt.

img_5082Längste Partie beim Simultan am Samstag
Leonardo Maranta spielte am Samstag beim Simultan gegen Lena Georgescu. Er kämpfte grossartig und spielte die bei weitem längste Partie und notierte dabei als einziger alle Züge. Die Partie wurde mit einer Wiener-Partie eröffnet und Leonardo spielte sehr clever so dass die U18-Schweizermeisterin vorsichtig spielen musste, denn nach einem Springerausfall nach b4 drohte eine Gabel auf dem Feld c2. Doch danach verpasste Maranta einen starken Zug und geriet etwas in Nachteil. Doch auch dadurch liess er sich nicht aus der Ruhe bringen und verteidigte sich geschickt. Der Damentausch bedeutete jedoch Wasser auf die Mühlen der weissen Steine und Georgescu wickelte in ein vorteilhaftes Endspiel ab, was sie schliesslich im 53. Zug gewann. Leonardo war aber trotz des Verlustes guter Dinge, denn viele Eltern klopften ihm auf die Schulter und er erhielt einen kleinen Sonderpreis für die längste Partie.

 

Tolle Organisation!
Die Mädchenmeisterschaft wurde hervorragend organisiert. Peter Hug und sein Team sorgte für einen reibungslosen Ablauf. Die Idee mit dem Simultanduell zwischen Monika Seps und Lena Georgescu war eine sehr gute Idee. Jedes Mädchen erhielt ein T-Shirt mit der Aufschrift des tollen Events. Und die neu gewonnenen Freundschaften wurden mit einer Unterschrift auf dem T-Shirt festgehalten. Noch steht nicht fest, wo und wann nächstes Jahr die Schweizerischen Mädchenmeisterschaften statt finden. Aber eines ist klar: wir sind wieder mit dabei!

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Isabelle Wotruba (rechts) gewinnt die Kategorie U8 vor Nina Brüssow (mitte). Super gespielt!!!

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